Zuletzt bearbeitet: 2004-09-08
URL: http://www.evjufloe.net/media/netiquette_ml.html

Netiquette der mailinglist evjufloe

Inhalt:

  1. Was ist eine netiquette?
  2. Erst mitlesen, dann mitschreiben
  3. E-Mail: Lesbarkeit
  4. E-Mail: Zitieren (engl.: quote)
  5. E-Mail: In der Kürze liegt die Würze!?
  6. HTML-Mails und Anlagen (engl. attachments)
  7. E-Mail: Signaturen, Visitenkarten
  8. Hilfe! So viele Mails!
  9. Themen-Disziplin
  10. Öffentlichkeit & Emotionen
  11. Weiterführendes

1. Was ist eine netiquette?

Das Wort ist aus net und etiquette zusammengesetzt, und beschreibt genau wie die (ungeschriebenen) Regeln der Etiquette des normalen menschlichen Zusammenlebens keine einklagbaren Rechte und strafbewehrten Gesetze, sondern *nur* Regeln der Höflichkeit und des guten Geschmacks. Es obliegt der Vernunft jedes Einzelnen, daraus Massstäbe für das eigene Verhalten zu machen.
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2. Erst mitlesen, dann mitschreiben

Wenn Du gerade die Mailinglist (ML) abonniert hast (engl.: subscribe), lies erst mal eine zeitlang mit, damit Du einen Eindruck von Themen und Ton der Liste bekommst. Sobald Du eigene Beiträge schreibst, halte Dich an den Themenkreis der Mailinglist. Wenn Du mit jemandem, den Du in der Liste kennengelernt hast, über andere Dinge sprechen willst, nimm direkten E-Mail-Kontakt auf. Wenn Du Deine erste Mail an die Mailingliste schreibst, schreib ein paar Worte über Dich - eine kleine Vorstellung eben. Das ist einfach nett und erleichtert die Kommunikation.
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3. E-Mail: Lesbarkeit

Lesbarkeit deiner E-Mails sollte kein Luxus, sondern Standard sein. Lies Deine Mails vor dem Absenden nochmal durch. Tippfehler vermindern die Lesbarkeit. Aber bitte: Kritisiere nie die Rechtschreibung eines anderen. Jeder hat Stärken und Schwächen.
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4. E-Mail: Zitieren (engl.: quote)

Beim Antworten auf Beiträge ist es eine gute Angewohnheit, kurze Ausschnitte des Textes, auf den man sich bezieht, wörtlich zu zitieren und dem eigenen Text voranzustellen.

Mache es Dir zur Angewohnheit, nur gerade so viel Original-Text stehen zu lassen, dass dem Leser der Zusammenhang nicht verloren geht. Zitierter Text (Quote) stellt nur eine grobe Gedankenstütze dar. Viel wichtiger ist das, was Du an neuen, interessanten, eigenen Gedanken hinzuzufügen hast.

Zitiere bereits zitierten Text nach Möglichkeit nicht erneut. Statt Text wortwörtlich zu zitieren, kann er auch durch eine kurze in eckige Klammern [] gesetzte Umschreibung ersetzt werden.

Ein Beispiel:

   >> Wenn Du einen Antwort-Artikel schreibst, wird Dir der gesamte
   >> Text, auf den Du dich beziehst, von Deinem E-Mail-Programm
   >> zum Bearbeiten angeboten.
   >> [weitere Ausführungen über Newsreader-Programme gelöscht]
   >
   > Der Originaltext wird dabei im Allgemeinen durch das Zeichen '>'
   > eingerückt (ähnlich wie dieser Absatz), um klar ersichtlich zu
   > machen, dass es sich dabei um zitierten Text handelt. Lasse
   > zur Übersichtlichkeit zwischen zitiertem und eigenem Text jeweils
   > eine Leerzeile Freiraum.
   

Zitiere nur Text, auf den Du auch Bezug nimmst. Lasse den Originaltext aber auch nicht ganz weg! Der Leser Deines Artikels hat den Artikel, auf den Du dich beziehst, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr exakt in Erinnerung und hat ohne eine Gedankenstütze große Mühe, den Sinn Deiner Ausführungen zu erkennen.

Das Zitieren von Unterschrift oder Signatur ist eine leider weit verbreitete Unsitte und unerwünscht.

Weitere wertvolle Hinweise zum Thema »Richtig zitieren«: http://einklich.net/usenet/zitier.htm
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5. E-Mail: In der Kürze liegt die Würze!?

Deine Beiträge an die Mailinglist sollten so lang sein, wie es das Thema erfordert. Jedoch solltest Du überlegen, ob das was du schreibst, noch für viele Interessant. Vielleicht ist in solch einem Fall eine private E-Mail besser.

Bitte strukturiere Deine Texte auch in Sinnabschnitte, die Du voneinander mit einer Leerzeile trennst. Das erleichtert das Lesen und motiviert zum Weiterlesen. Die wichtigsten Inhalte gehören und an den Anfang des Textes, weniger wichtige ans Ende.
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6. HTML-Mails und Anlagen (engl. attachments)

Bei vielen E-Mail Programmen (Mail-Client), allen voran Microsoft Outlook Express oder Microsoft Outook ist es möglich, die Mail auch als HTML-Dokument zu verschicken. Das heißt z.B. mit farbiger, fetter oder kursiver Schrift. Allerdings verstehen nicht alle E-Mail Programme und Mail-Server solche Formate. Daher solltest Du diese Funktion bei deinem Mail-Programm abstellen und E-Mail als reinen Text (Plain-Text, Nur Text) senden. Das hat gleich drei Vorteile:

  1. Deine Mail ist sehr klein.
  2. Deine Mail kann jeder problemlos lesen.
  3. Deine Mail ist besser lesbar.

Falls Du auf eine Website hinweisen möchtest, solltest Du das in Form eines Link machen. Gleiches gilt für Dateianlagen (attachements), die prinzipiell in Mailinglisten unangebracht sind.

Wenn Du dennoch ein Dokument auf diesem Weg loswerden möchtest, dann frage in der Liste, wer daran Interesse hat, um es dann *nur* den Interessierten zu mailen.
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7. E-Mail: Signaturen, Visitenkarten

Signaturen, die länger als die eigentliche Nachricht sind, gehören nicht *zum guten Ton* im Netz. Grundsätzlich sollten Signaturen nicht länger als vier Zeilen sein. Sinnvoll ist es, wenn in Deiner Signatur deine E-Mail-Adresse enthalten ist. Damit ist es jedem möglich Dir auch privat, also ausserhalb der Mailinglist, zu antworten.
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8. Hilfe! So viele Mails!

Derzeit besteht bei der evjufloe-Mailinglist dieses Problem noch nicht. Bevor Du darüber klagst oder Dich gleich wieder abmeldest: Du musst nicht immer alles lesen. Du kannst Dich auf die Themen (subjects) beschränken, die Dich interessieren und selbst überlegen, ob deine eigene Mail den traffic lohnt, den sie erzeugt.

Übrigens: Du hast die Möglichkeit Dir eine Tageszusammenfassung aller Beiträge zusenden zu lassen. Sende dazu eine leere E-Mail an: evjufloe-digest@yahoogroups.de

Willst Du wieder einzelne E-Mails erhalten, sende eine leere E-Mail an: evjufloe-normal@yahoogroups.de
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9. Themen-Disziplin

Zu jedem Thema nur je eine Mail schreiben. Nicht mehrere Themen in eine Mail packen! Halte Dich an die subjects (Themen) der Gesprächsfäden (threads). Gib deiner Mail nur dann ein neues subject (Betreff, Thema), wenn Du ein neues Thema beginnst. Das ist manchmal sogar notwendig, wenn sich ein Gespräch unter einem subject so weit weiterentwickelt, dass das Ursprungsthema nicht mehr zu erkennen ist. Wähle einen prägnanten kurzen Titel für das subject, denn nicht alle E-Mail-Programme haben genug Platz für einen ganzen Satz.
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10. Öffentlichkeit & Emotionen

Schreibe nichts, was Du dem anderen nicht auch guten Gewissens ins Gesicht sagen könntest, bzw. was Du nicht guten Gewissens in seiner Gegenwart in der Öffentlichkeit sagen würdest. Wenn Du über jemanden einmal verärgert bist, überlege ob nicht vielleicht ein Missverständnis vorliegt. Reagiere gelassen und selbstbewusst. Bedenke auch, dass die Stimmung, die Dein Beitrag in die Liste trägt, sich dort vielleicht vervielfacht. Probleme mit einzelnen Mitgliedern solltest Du grundsätzlich nur *persönlich* klären und *nicht* über die Liste!
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11. Weiterführendes

Weitere allgemeine Tipps zum Verhalten in Webforen, Newsgroups und Mailinglisten:

Die Netiquette des Usenet (".de.*"-Newsgruppen) http://www.realname-diskussion.info/nquette.htm
Weitere Texte: http://www.kirchwitz.de/~amk/dni/

Die Texte sind eigentlich auf das Usenet bezogen, in großen Teilen aber auch auf Mailinglisten anwendbar.
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Diese Netiquette basiert im Ursprung auf einem Text von
Werner Stangl (werner.stangl@jku.at), Linz 2000.

Bearbeitet von Matthias Frohburg (mattze19@gmx.de), Frankenberg 2004.
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